Den eigenen Körper liebevoll annehmen

Selbstvorwürfe bei unerfülltem Kinderwunsch
Viele Frauen und Männer, die unfruchtbar oder zeugungsunfähig sind, erleben neben der Enttäuschung über einen nicht erfüllten Lebensentwurf starke Selbstvorwürfe. Häufig geben sie sich selbst und ihrem Körper die Schuld dafür, dass der Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht – auch dann, wenn medizinische Gründe vorliegen, die eine Schwangerschaft verhindern oder erschweren.
Das Gefühl des persönlichen Versagens
Oft entsteht der Gedanke, versagt zu haben, wenn etwas scheinbar so Natürliches wie das Kinderkriegen nicht funktioniert. Schwanger zu werden wird dabei mit grundlegenden menschlichen Funktionen wie Essen, Schlafen oder Sexualität gleichgesetzt. Dieses Denken führt dazu, dass Betroffene mit ihrem Körper hadern und sich als weniger wertvoll empfinden.
Vielfältige Faktoren, die für eine Schwangerschaft erfüllt sein müssen
Dabei wird häufig übersehen, dass viele Faktoren gleichzeitig günstig zusammenspielen müssen, damit eine Schwangerschaft entsteht. Neben einer stabilen und tragfähigen Partnerschaft müssen zahlreiche körperliche Voraussetzungen erfüllt sein: Der richtige Zeitpunkt im Zyklus, die erfolgreiche Befruchtung, die Einnistung der Eizelle sowie eine ausreichend aufgebaute Gebärmutterschleimhaut – und vieles mehr.
Auswirkungen auf Selbstwert und Identität
Zur Trauer über den unerfüllten Kinderwunsch gesellt sich oft Frust und Wut auf den eigenen Körper. Diese Gefühle können den Selbstwert erheblich beeinträchtigen. In der Beratung wird daran gearbeitet, diese Emotionen als natürliche Reaktionen zu verstehen, anzunehmen und schrittweise in die eigene Identität zu integrieren. Dadurch kann mehr Akzeptanz, Leichtigkeit und Lebensfreude entstehen.
Den Körper neu wahrnehmen und annehmen
Ein zentraler Bestandteil der Beratung ist die Arbeit mit Körperübungen. Frauen und Männer entwickeln dadurch ein neues Körperbewusstsein und lernen, ihren Körper wieder liebevoller anzunehmen – Schritt für Schritt, Tag für Tag.
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